SPD-Mandatsträger erkunden Stadtwerke und Sanierungsprojekte in Schwäbisch Hall

Veröffentlicht am 06.03.2012 in Gemeinderatsfraktion

Susi Hein, Herwig Kllingenstein, Willi Kamm, Dieter Vogt, Helmut Kaiser, Josef Hucht, Hellmut Dinkelaker (von links nach rechts) vor dem Kocherquartier in Schwäbisch Hall

Von Schwäbisch Hall lernen…, das war das Ziel der Tuttlinger Stadtwerke-Aufsichtsräte Susi Hein und Herwig Klingenstein, von Baubürgermeister Willi Kamm und dem SPD-Fraktionsvorsitzenden Hellmut Dinkelaker, die sie sich am vergangenen Samstag per Bahn ins Hohenlohische aufmachten.

Die dortigen Stadtwerke wirtschaften außerordentlich erfolgreich, die Sanierung von Innenstadtquartieren ist beispielhaft und alles wird getragen von einem breiten Konsens in der selbstbewussten Haller Bürgerschaft, so hatten sie gelesen.

Dieter Vogt, langjähriger Aufsichtsrat bei den Haller Stadtwerken stand den Tuttlingern Rede und Antwort und führte zusammen mit einem Fraktionskollegen und dem Architekten Josef Hucht durch die Stadt.

Das Geheimnis erfolgreicher Stadtwerke-Arbeit scheint in der Vielfalt der Angebote und Beteiligungen zu liegen und in der Eigenständigkeit der Werke. Die Erzeugung von eigenem Strom (ca. 70% des Haller Bedarfs) und die Bereitstellung von Fernwärme, alles aus zunehmend regenerativen Quellen, sind bereits beispielhaft und man arbeitet darauf hin, bis 2030 die gesamte Versorgung aus Ökostrom, also Wind, Sonne und Biomasse zu leisten.

Blockheizkraftwerke, teilweise mit eigenem Biogas, und Wärmenetze sind in Hall die Schlüsseltechnologien, aber durch vielfältige Dienstleistungen und Kooperationen z.B. mit 80 örtlichen Elektro-, Heizungs- und Sanitärbetrieben könne man den sparsamen und nachhaltigen Umgang mit Energie fördern. Trotz der Defizite der Bäder und der Parkhäuser können die Stadtwerke Schwäbisch Hall jährlich 6.1 Mio € Gewinn erwirtschaften und die Hälfte davon in die Stadtkasse fließen lassen.

Vor allem, so sagen die Haller Sozialdemokraten, muß die Geschäftsführung frei und ungehindert arbeiten können und Parteipolitik dürfe hier keine Rolle spielen, wo knallhartes Geschäft zu betreiben sei.

Am Beispiel des neu eröffneten Kocherquartiers, wo früher das Haller Gefängnis stand, konnten die Tuttlinger Mandatsträger eine gelungene Sanierung studieren, für die die Haller Wohnbaugesellschaft viel Geld in die Hand genommen habe. Nun blühen dort Läden und Dienstleistung und auch die Musikschule hat ein großzügiges Quartier. Abschließend besuchten die Tuttlinger noch ein gerade saniertes Appartment-Haus mit Mini-BHKW, das neuen erschwinglichen Wohnraum in der Innenstadt geschaffen habe.

Mit vielen interessanten Ideen und voller Respekt für die Haller Entwicklung kehrten die Tuttlinger weit nach Mitternacht ins heimische Gäu zurück.

 

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