Gränzbote, 03.06.11 Die SPD-Stadträte plädieren für mehr Selbstbewusstsein Tuttlingen (pm) - In einer Fraktionssitzung direkt nach der Gemeinderatsklausur zum Masterplan haben die SPD-Stadträte ihre weiteren Vorhaben für die nächsten Wochen abgestimmt. Ein guter Anfang des etwa einjährigen Masterplan-Prozesses sei dies gewesen, fasste der Fraktionsvorsitzende Hellmut Dinkelaker die Wahrnehmungen der Sozialdemokraten zusammen.
Die Gemeinderäte aller Fraktionen hätten sachbezogen, kollegial und zukunftsorientiert diskutiert und seien von der Verwaltung und insbesondere vom Team Albert Speer und Partner gut beraten worden. Die jetzt folgenden Bürgergespräche und weiteren Klärungen der einzelnen Problemfelder seien wichtige Schritte hin zu einem Regiebuch für die nächsten 15 Jahre, das im Frühjahr 2012 festgeschrieben werden könne. Dinkelaker hoffe, wie es im Pressebericht der Fraktion heißt, dass auch „nicht-technische“ Themenbereiche wie bürgerschaftliches Engagement, Senioren und Jugend, Integration und Medien noch intensiv beraten werden können. Dieter Müller sah sich durch die Gespräche mit dem Speer-Team darin bestätigt, dass es in Tuttlingen Grund gäbe, die Qualitäten der Stadt, ihre Infrastruktur und ihre lebendige Bürgerschaft in positivem Licht zu sehen. Tuttlingen sei ein starkes Kraftzentrum in der Region, das trotz gegenwärtig schwieriger Finanzlage auch zukünftig Menschen fürs Arbeiten könne und Wohnen, für Bildung, Freizeit und Kultur eine gute Heimat bietet. Mehr Selbstbewusstsein als Bürger seiner Stadt würde manchem Tuttlinger gut stehen, so Müller. Susi Hein und Klaus Cerny berichteten von Gesprächen im Vorfeld wichtiger Entscheidungen zum Energieumstieg. Die Stadtwerke seien gut beraten, wenn sie auf die eigene Kraft und auf regionale Wertschöpfung setzten, wo es um Windkraftanlagen, um Solar- und Bioenergie gehe. Partner mit Knowhow und überregionalen Erfahrungen seien gut, aber die Energiewende könne und müsse von den demokratisch kontrollierten Werken und den Bürgern selbst gemeistert werden.