Gränzbote, 15.02.11 Der Tuttlinger Parteivorsitzende Fabian Rothfuss blickt mit seinen Kollegen optimistisch auf die bevorstehenden Wahlen am 27. März Tuttlingen (pm) - Der SPD-Ortsverein Tuttlingen und die Stadträte haben sich bei ihrer jüngsten Vorstandssitzung unter anderem mit dem Kreuzstraßentunnel beschäftigt, der am Donnerstag eingeweiht wird. Dieses Großprojekt sei, so der Tuttlinger SPD-Vorsitzende Fabian Rothfuss, ein gutes Beispiel dafür, dass das politisch-parlamentarische „Bohren dicker Bretter“ erfolgreich sein könne. Vor 31 Jahren, als Alt-Stadtrat Erich Weber die Idee eines Tunnels unter der Kreuzstraße erstmals propagierte, sei er noch belächelt worden. Hartnäckige Arbeit in den Gremien, aber auch die Bürgerproteste in den vom Lkw-Verkehr hauptsächlich betroffenen Innenstadt-Straßen hätten dazu geführt, dass man heute nicht nur den Schwerlastverkehr sozusagen unter der Stadt durchführen könne, sondern auch, dass die dazu entscheidend notwendige Querspange zwischen Liptingen und Neuhausen schließlich zeitgleich gebaut werden konnte.
Man müsse nun, so Stadtrat Klaus Cerny, genau beobachten, wie sich die neue Verkehrsführung in der südlichen Stadt auswirke und gegebenenfalls schnell reagieren, damit sich neue Verkehrsströme und verkehrsberuhigte Bereiche verträglich entwickeln. Rothfuss informierte über den Stand der Wahlkampagne für Fritz Buschle MdL. Durch geänderte Zweitauszählung sei zu befürchten, dass gerade ländliche Wahlkreise wie Tuttlingen-Donaueschingen zukünftig im Landtag schlechter vertreten sein könnten als die Großstadt-Wahlkreise. Umso wichtiger sei, dass man den Bürgern die Vorteile für den Wahlkreis verdeutliche, wenn neben dem „gebuchten“ CDU-Vertreter auch eine starke sozialdemokratische Stimme aus der Region in Stuttgart mitreden kann. Die Stimmung sei optimistisch, insbesondere nach dem Besuch des SPD-Spitzenkandidaten Nils Schmid am vergangenen Dienstag in Tuttlingen. Zu einer angeregten Diskussion kam es, als Feyzi Dizdar aus der Sicht eines Tuttlingers mit türkischen Wurzeln die Situation von Migranten in der Stadt beleuchtete. SPD-Fraktionsvorsitzender Hellmut Dinkelaker berichtete über seinen Kenntnisstand der Entwicklungen in Sachen Moschee-Bau. Er sei zuversichtlich, dass OB Michael Beck und Gemeinderat im Einklang mit den Muslimen dieses Vorhaben unterstützten, wenn Bauplatz und Finanzierung gesichert sind. Beispiele in Spaichingen und Villingen-Schwenningen zeigten, dass solche Projekte breit akzeptiert werden.