SPD-Kreisverband Tuttlingen

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SPD befürwortet mehr Windräder in der Region

Veröffentlicht am 24.02.2011 in Gemeinderatsfraktion

Gränzbote, 24.02.11 Gemeinderatsfraktion hält die Ergebnisse der Tuttlinger Energiegespräche für Mut machend Tuttlingen (pm) - Die Tuttlinger SPD-Gemeinderatsfraktion hat in ihrer jüngsten Sitzung insbesondere die Ergebnisse der Tuttlinger Energiegespräche besprochen, die jetzt im Gemeinderat und im Stadtwerke-Aufsichtsrat erörtert werden.

Besonders hervorzuheben ist laut SPD-Fraktionsbericht die „sachliche, unideologische Gesprächsatmosphäre“, bei der alle Teilnehmer aus Bürgerschaft, Gewerbe und Politik auch dazu gelernt hätten. Die Einigung auf das ehrgeizige Ziel, dass die Stadtwerke 2025 die Hälfte von Strom und Wärme aus erneuerbarer Energie erzeugen beziehungsweise beziehen, sei Mut machend. Dieser nach drei langen Informations- und Gesprächsabenden erzielte Konsens müsse nun in den demokratisch zuständigen Gremien bestehen und dann konkret umgesetzt werden, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Auch „sichtbare“ Stromerzeugung durch hohe Windgeneratoren an geeigneten Standorten in der Region sei – weil eine der günstigsten Methoden der Stromerzeugung – nun nicht mehr tabu. Susi Hein und Herwig Klingenstein, die als SWT-Aufsichtsrätin und Ortsvorsteher an den Energiegesprächen teilnahmen, gaben zu bedenken, dass man die Kunden mit möglichen höheren Strom- und Wärmekosten nicht strapazieren dürfe. Wer allerdings auf scheinbar billigen „farbigen“ Strom und Internet-Anbieter setze, entscheide sich bewusst gegen eine aktive Rolle der kommunalen Versorger und gegen Nachhaltigkeit, so der Tenor der SPD. Klaus Cerny, der für die Naturschutzverbände teilnahmen, erläuterte die Möglichkeiten, mit nachwachsenden Rohstoffen wie Holz und Energieplantagen Strom und Wärme zu gewinnen. Hier sei eine seriöse Abwägung zwischen Landschaftsschutz und wirtschaftlicher Nutzung von Wald und Plantagen notwendig; Monokulturen auf landwirtschaftlich genutzten Flächen seien nicht nachhaltig, und wenn inzwischen sogar Korn für Biogasanlagen produziert werde statt für Lebensmittel oder wenigstens als Viehfutter, sei etwas faul im Staate. Landwirtin Susi Hein beobachtet hier einen „Häckselgut-Tourismus“. Den Zusammenhang zwischen Strom-, Wasser- und Gasbezug von den Stadtwerken Tuttlingen und der Zukunft der Bäder stellte Fraktionsvorsitzender Hellmut Dinkelaker heraus, der an den drei Energiegesprächsabenden für die Fraktion teilnehmen hatte. Die einen, so Dinkelaker, tränken für ein paar Euro teures italienisches Edel-Mineralwasser, während die Tuttlinger im nahezu identischen Mineral-Thermalwasser des TuWass für die gleiche Summe baden könnten und als SWT-Kunden sogar bis zu 15 Prozent günstiger. Wer dies und das aufwendig erneuerte Freibad erhalten wolle, müsse auch die Stadtwerke unterstützen, die die Bäder finanzieren.

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