SPD-Kreisverband Tuttlingen

06.05.2019 in Kommunalpolitik von SPD-Ortsverein Spaichingen-Heuberg

Das.Rote.Sofa auf dem Wochenmarkt

 

Das.Rote.Sofa am 4. Mai auf dem Wochenmarkt, der Platz für Gespräche.

SPD Stadtrat Walter Thesz mit unserem "Gesundheitsbär".

 

03.05.2019 in Kommunalpolitik von SPD-Ortsverein Spaichingen-Heuberg

Nicht nur mehr, sondern die richtigen Wohnungen müssen entstehen.

 

Für Personen mit Problemen beim Zugang zum Wohnungsmarkt, oder Personengruppen mit geringem Einkommen gestaltet sich die Wohnraumversorgung sehr schwierig. Die Zuweisung von Geflüchteten erschwert das Angebot von preisgünstigem Wohnraum zusätzlich. Der knappe preisgünstige Wohnraum in Spaichingen ist nicht ein Phänomen des aktuellen Marktes mit gestiegenen Baulandpreisen und Baukostenpreisen, es ist ein Resultat von vernachlässigter aktiver Wohnungspolitik in der Stadt.

Eine aktive soziale Wohnungspolitik darf nicht von der Konjunkturlage abhängen und darf nicht als kurzfristige Reaktion auf Engpässe der Versorgung in Spaichingen gesehen werden. Dafür ist sie von zu hoher sozialpolitischer Relevanz und bietet mit ihrer auf Dauer angelegten Lösung eine hohe Attraktivität für unsere Stadt. Diese Attraktivität kommt uns auch bei der Gewinnung von Fachkräften zugute.

Wohnen muss auch öffentliche Aufgabe sein. Die Finanzierung dieser aktiven Wohnungspolitik kann über Fördermittel des Landes beantragt werden. Die dazu vorgesehenen Fördermaßnahmen werden im sogenannten Kommunalfonds Wohnraumoffensive BW zusammengefasst. Das Land möchte damit den sozialen Wohnungsbau für die Kommunen attraktiver machen.

Nicht nur mehr, sondern die richtigen Wohnungen müssen entstehen. Unsere Strategie war über Jahrzehnte ein kontrolliertes Wachstum. Mit der Ausweisung neuer Baugebiete haben wir grundsätzlich die Intention verfolgt, jungen Familien ein neues Zuhause zu bieten. Leider ist es nicht gelungen, dem sozialen Aspekt ausreichenden Raum zu bieten. Wohnraum ist auch in Spaichingen zwischenzeitlich ein Luxusgut geworden, dass sich Familien, Alleinerziehende und Ältere kaum leisten können. So wird bezahlbarer Wohnraum zu einer der herausragenden Fragen und Aufgabenstellungen.

Bezahlbare Wohnungen in sinnvoller Größe. Über die Jahrzehnte wohnen immer weniger Menschen in immer größeren Wohnungen. Die Quadratmeterzahl pro Wohnungsnutzer ist stark gestiegen. Da die Wohnungen kaum noch bezahlbar sind und solche großen Wohnungen nicht immer notwendig sind, wollen wir für junge Menschen, Singles und Menschen, die im Alter alleine leben, kleinere Wohnungen anbieten.

 

30.04.2019 in Kommunalpolitik von SPD-Ortsverein Spaichingen-Heuberg

196 Bäume für Spaichingen

 

196 neu gepflanzte Bäume in den nächsten fünf Jahren,
dass ist das Ziel des SPD Ortsvereins Spaichingen-Heuberg.

Bäume zu pflanzen, bedeutet etwas für die Zukunft zu tun. Bäume können Generationen überdauern, und so ist eine Baumpflanzung ein Symbol für nachhaltiges, verantwortungsbewusstes Handeln. Die Bäume, die wir heute pflanzen, produzieren den Sauerstoff von morgen. So der Ortsvereinsvorsitzende Enrico Becker.

Immer mehr setzen sich Schotter, Pflaster und Steingärten durchn. Aus diesem Grund möchte die SPD den Grünflächenerhalt vorantreiben und mehr Grün in die Stadt bringen. Am 22. August soll demnach bereits der erste Baum gepflanzt werden.

Im Jahr 1876 beschreibt Karl Eduard Paulus das Oberamt Spaichingen wie folgt:

"Die Stadt liegt im Südosten des Königreichs, zwischen dem Schwarzwald und der Alb, lang hingestreckt in dem breiten, von hohen waldigen Bergen umgrenzten Primthale und nimmt mit dem nur durch einige Obstgärten von ihr getrennten Weiler Hofen eine Länge von mehr als einer halben Stunde ein; sie besteht eigentlich nur aus einer sehr breiten Hauptstraße, die sich etwas gewunden von Südosten nach Nordwesten hinzieht und von der einige kurze mit Häusern besetzte Nebenstraßen abzweigen. Die Straßen sind freundlich und reinlich, chaussirt und gekandelt, und die Häuser haben ein sauberes, städtisch-ländliches Aussehen.

Rings um die Stadt liegen wohlgepflegte Obst-, Blumen- und Gemüsegärten und man kann auf anmuthigen Fußwegen, von denen aus immer der Anblick der großartigen Albberge sich darbietet, die ganze Stadt umwandeln. Auch die nahen Wälder gestatten schöne Spaziergänge und von jeder Höhe herab öffnet sich eine entzückende Aussicht, namentlich ist auch der Blick in das Thal hinab, mit der vielbethürmten Bergstadt Rottweil im Hintergrund, höchst überraschend. Grandios aber weitet sich die Ferne, wenn man den Dreifaltigkeitsberg, zu dem ein steiler Stationenweg hinaufführt, besteigt."

Diese wohlgepflegten Obst-, Blumen- und Gemüsegärten wünscht sich der Ortsverein für die Zukunft wieder. Aber warum 196 Bäume? Schon eine krumme Zahl?

Nein sagt Enrico Becker, denn am 22. Aug. 1828 wurde durch höchste Entschließung, auf Antrag des Ministeriums des Innern, dem Wunsch der Gemeindevorsteher die Beibehaltung des bisher gebrauchten Stadtprädikats gestattet. Also darf sich Spaichingen am Ende der Aktion bereits 196 Jahren Stadt nennen. Aus diesem Grund soll für jedes dieser Jahre ein Baum geplanzt werden. Ein entsprechender Antrag wird dem neuen Gemeinderat vorgelegt.


Quelle: Karl Eduard Paulus: Beschreibung des Oberamts Spaichingen. H. Lindemann, Stuttgart 1876, Seite 206.

 

 

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