Pressemitteilungen
zum Artikel „JU-Vorsitzender solidarisiert sich mit Pegida“ (Gränzbote, 08.01.15)
Nach den Solidaritätsbekundungen des JU-Ortsvorsitzenden mit Pegida fordern die Jusos nun eine klare Reaktion von Seiten der Mitglieder des JU-Stadtverbandes Tuttlingen und des JU-Kreisverbandes. Jochen Becker sei als Vorsitzender der CDU-Nachwuchsorganisation nicht mehr tragbar.
Die Jugendorganisation der SPD im Landkreis Tuttlingen teilt die Euphorie über die Wahl Wolfs zum CDU-Spitzenkandidaten nicht. „Wolf steht für ein rückwärtsgewandtes Bildungssystem, das sich durch Selektion statt einem Miteinander auszeichnet", stellt der Kreisvorsitzende Hannes Hein fest, „Diese Politik schadet auch den jungen Menschen in unserer Region."
Insgesamt 29 Bewerberinnen und Bewerber in der Altersgruppe bis 35 Jahre werden am 25. Mai auf den Listen der SPD im Landkreis Tuttlingen für die Gemeinde- und Ortschaftsräte und den Kreistag kandidieren. Unter allen Wahlvorschlägen für den Kreistag weist die SPD mit 14 Kandidatinnen und Kandidaten mit Abstand die meisten jungen Kandidierenden auf.
„Frischer Wind und erfahrende Köpfe“ ist das Ergebnis der Listenaufstellung der Möhringer SPD für den Ortschaftsrat.
Das Alter der Kandidaten und Kandidatinnen von 18 bis 73 Jahren ist ein Querschnitt der Bevölkerung.
Die SPD Möhringen kann aber auch auf erfahrende Köpfe und langjährige Mandatsträger zurückgreifen alle bisherigen Mandatsträger kandidieren wieder und wurden bestätigt. Auch war es der Versammlung wichtig, dass die Jugend und die Frauen bis zur Mitte der Kandidatenliste ihre Plätze finden. Kontinuität und eine Verlässlichkeit auf die gemachten Wahlaussagen dafür bürgen die SPD Kandidaten.
Am Mittwoch soll das neue Gesetz zum Betreuungsgeld im Kabinett der Bundesregierung beschlossen werden. Die Jusos Tuttlingen kritisieren den geplanten Gesetzentwurf von Familienministerin Kristina Schröder scharf und fordern stattdessen, die Mittel für den dringend benötigten Ausbau von Plätzen in Kindertagesstätten bereit zu stellen.
Einen interessanten und informativen Abend erlebten gestern die SPD-Mitglieder und Jusos im Gespräch mit Stadtjugendreferent Sebastian Kopp im „Engel“ in Spaichingen. Sebastian Kopp gab Einblick in seine drei Tätigkeitsschwerpunkte, die mobile, offene und kommunale Jugendarbeit, die sich an die Altersgruppe 14 – 27 Jahre richtet und auch sehr differenzierte Ansätze im Zugehen auf die Jugendlichen erfordert.
Es wurde die Situation der Jugendlichen in Spaichingen, die Angebote und Beteiligungsmöglichkeiten angesprochen. Dass den rund 1100 Jugendliche in Spaichingen verhältnismäßig wenige Versammlungsplätze zur Verfügung stehen, birgt Konfliktpotential. Spaichingen hat wenige Kneipen, kein Kino, keine Disco, Freizeit-/Sportanlagen sind nicht zur Zufriedenheit ausgestattet und in ausreichendem Maße vorhanden, und vor allem fehle ein Grillplatz. Dass mancher Ansatz aber auch durch fehlendes Engagement und Einsatzbereitschaft seitens der Jugendlichen nicht weiter verfolgt werden kann, muss ebenfalls festgestellt werden. Einerseits ist dies Resultat von größerem „schulischem“ Druck, auch Zeitmangel durch Ganztagsschulen, andererseits Folge von Abhängigkeiten von beispielsweise Facebook oder Internetspielen, oder durch schwierige familiäre Lebensumstände bedingt.
Warum Jugendliche anscheinend wenig Interesse an Politik und deren Mitgestaltung in politischen Parteien haben, wird in der Diskussion auf das mangelnde „Vorleben“ der Elterngeneration zurückgeführt. Der SPD-Ortsverein will nach Möglichkeiten suchen, deutlich zu machen, dass gerade durch die Mitarbeit in demokratischen Parteien die „eigene“ Stadt mit- und weiterentwickelt werden kann.
Zum Abschluss weist Sebastian Kopp auf das neue Projekt – Drehe Deinen eigenen Kurzfilm „Spaichingen 2024“ - seiner Jugendarbeit hin. Anmeldung ist noch bis 31.03.2012 beim Stadtjugendreferat möglich.